Ernst Zellweger-Peter
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  Weisses Alpenschaf 
Das Weisse Alpenschaf wird in der Schweiz seit der Rassenbereinigung von 1938 gezüchtet. Es ging aus verschiedenen Landschlägen (Wildhauser, Appenzeller, Luzeiner, Schwyzer und Oberhaslibrienzerschafe) hervor, die bereits 1917, dem Gründungsjahr des Schweizerischen Schafzuchtverbandes, herdebuchmässig erfast waren. Später wurde es durch Einkreuzungen von Merinolandschafen (Württemberger) und Ile de France veredelt. Das Weisse Alpenschaf ist über das gesamte Land am weitesten verbreitet und umfasst rund 60% des Gesamtbestandes. 
Es zeichnet sich durch eine sehr gute Mastfähigkeit, gute Fleischleistung und gute Fruchtbarkeit (3 Ablammungen in 2 Jahren mit je 1.6 Lämmern) aus.

 

       
  Braunköpfiges Fleischschaf
Das heutige Braunköpfige Fleischschaf, die schwerste Rasse in der Schweiz, entstand aus der Einkreuzung mit Oxfordschafen aus England und dem Deutschen Schwarzköpfigen Fleischschaf in unsere Landrasse. 
Auch das bereits im 19. Jahrhundert gezüchtete Grabserschaf wurde in diese Rasse integriert. Die Verbreitung des Braunköpfigen Fleischschafes, mit einem Anteil von 10% am Gesamtbestand, erstreckt sich insbesondere über das Mittelland und die Voralpen. Diese Rasse zeichnet sich durch Frohwüchsigkeit und gute Mastfähigkeit aus. Die Auen sind saisonal, dh. lammen einmal im Jahr, meistens im Spätwinter und bringen 1.7 lebend geborene Lämmer.

 

       
  Schwarzbraunes Bergschaf 
Schläge des Schwarzbraunen Bergschafes wurden bereits im 14. Jahrhundert erwähnt. Damals war das Hauptprodukt Wolle besonders beliebt für die Herstellung von dunklen Stoffen. Die heutige Rasse entstand 1938 aus den Landschlägen der Jura-, Saanen-, Simmentaler- und Frutigschafe. Das einst spätreife Schaf mit lockerer, grober und melierter Wolle entwickelte sich zu einem frühreifen Schaf. Die fruchtbarste Rasse ist in der Schweizer mit ca. 13% am Gesamtbestand vertreten. Für die hohe Fruchbarkeit sind nicht nur ein hoher Anteil an Mehrlingsgeburten, sondern auch die asaisonale, lang anhaltende Brunst verantwortlich. Pro Wurf wird durchschnittlich mit 1,8 Lämmern gerechnet, jährlich rund 2,1 Lämmer. Bezüglich Mastfähigkeit und Fleischleistung wurden in den letzten Jahren grosse Fortschritte erzielt, ohne jedoch dieselbe Leistung wie die Rassen Weisses Alpenschaf und Braunköpfiges Fleischschaf zu erreichen. Heute werden betreffend Wolle zwei Farbschläge unterschieden: den weitverbreiteten dunklen, beinahe schwarzen Typ und den hellbraunen Typ "elbe" genannt.
       
  Walliser Schwarznasenschaf 
Das Walliser Schwarznasenschaf ist die einzige gehörnte Rasse der Schweiz, die im Oberwallis beheimatet ist. 1884 wurde erstmals eine "schwarznasige" Rasse erwähnt. Weitere Anzeichen deuten aber auf deren Bestehen bereits im 15. Jahrhundert hin. Das Walliser Schwarznasenschaf mit typischer Ramsnase, eine genügsame, spätreife Landrasse mit grossrahmigem, massivem Wuchs ist den rauhen Bedingungen des Gebirges besonders angepasst. Ihr Anteil am Gesamtbestand beträgt rund 8%. Normalerweise lammen die Auen zweimal jährlich ab und werfen 1.5 Lämmer pro Geburt. Die relativ grobe, lange, weisse Wolle ist speziell geeignet für die Teppichherstellung. Hinsichtlich Mastfähigkeit und Fleischfülle ist diese Rasse den übrigen unterlegen.

 

       
  Charollais Suisse 
Der Name Charollais Suisse entstand aus der Verdrängungskreuzung von Weissem Alpenschaf mit französischen Charollais. Für diese Rasse, die rund 5% des gesamten schweizerischen Schafbestandes ausmacht, wird seit 1992 ein Herdebuch geführt. Charollais Suisse, eine ausgesprochene Fleischrasse mit gedrungenem Körperbau, zeichnet sich durch ausgesprochen gute Mastfähigkeit und gute Fleischigkeit aus.Wegen des ausgeprägten saisonalen Brunstverhaltens beschränkt sich die Ablammzeit auf die Monate Februar und März. Aufgrund der geringen Bewollung von reinen Charollais, genügt eine einmalige Schur pro Jahr.